Am 23. Juni stimmten die Bürger des Vereinigten Königreichs über den Verbleib oder Austritt aus der Europäische Union ab.
Die Überraschung war perfekt, als sich eine knappe Mehrheit für den Austritt entschieden hat.

Zwar ist im Vorfeld viel darüber spekuliert worden, welche möglichen längerfristigen Auswirkungen dieser Prozess haben wird, dennoch können wir nicht in die Zukunft schauen.
Was also kommen wird, müssen wir abwarten.

Dennoch waren unmittelbare Auswirkungen auf die Märkte spürbar.
Der Dax wies einen hohen Punktverlust auf, der aber immer noch über dem Jahrestiefpunkt vom Februar lag.
Auch das britische Pfund fiel gegenüber dem US-Dollar zeitweise auf den tiefsten Stand seit 30 Jahren.
Gewinner waren, wie so oft bei verunsicherten Anlegern, Gold und Staatsanleihen.

Da wir langfristige Anleger sind und kurzfristige Ausschläge an der Börse einfach zu unserem Investmentleben dazu gehören, müssen wir uns Großbritannien einmal näher anschauen:

6% der globalen Aktienmarktkapitalisierung und 7% des globalen Anleihenmarktes fällt auf Großbritannien inkl. Irland.
Das Land hat 2015 das weltweit fünft größte Bruttoinlandsprodukt (BIP) und, nach Deutschland und vor Frankreich, das zweitgrößte in Europa .
Großbritannien hat damit einen Anteil von ca. 2,7 % an der globalen Wirtschaftsleistung. (© Statista 2016)

Die wirtschaftliche Auswirkungen auf den gesamten Weltmarkt sollten somit überschaubar bleiben.
Auch hier werden wir schauen müssen, was die Zukunft bringt.

Außerdem wird wohl kein Unternehmen aufgrund dieses Referendums keine Geschäfte mehr mit Großbritannien machen wollen, zumal es sich um eine sehr solide Volkswirtschaft handelt.

Das Vereinigte Königreich wird bis zu zwei Jahren Zeit haben, um einen Rückzug zu verhandeln.
Während dieses Zeitraumes bleibt es den EU-Verträgen und Gesetzen unterworfen.
Wie es danach weitergeht, wie man weiterhin zusammenarbeitet, entscheiden die Verhandlungen  über die Bedingungen zwischen Großbritannien und der EU zum Austritt.
Auch hier wird nur spekuliert!

Ob nun Schottland oder weitere andere Länder der EU den Rücken kehren wollen, wird sich auch erst noch zeigen.
Darüber geredet, wird ja schon wieder sehr viel, da haben die Medien wieder richtig Stoff zum Aufbauschen!

Großbritannien betritt mit seinem Austritt Neuland.
Jedes Land, das ebenfalls damit liebäugelt, sollte sich wohl erst einmal die möglichen Auswirkungen anschauen.

Wie so oft sage und schreibe ich wieder, lassen Sie sich von den Medien und Marktschreiern nicht verunsichern.
Diese stochern alle nur im Nebel.
Langfristig wird dieser Austritt mal wieder eine kleine Delle in der langfristigen positiven Entwicklung der Märkte darstellen.
Allen Langfristanlegern rate ich deswegen, einfach weiterzumachen und nichts an der Portfoliozusammensetzung zu ändern.

Ach übrigens, war nicht neulich noch was mit Griechenland?

Haben Sie noch Fragen oder wollen eine zweite Meinung zu Ihren Investmentanlagen, dann sprechen Sie mich einfach unter 08092-8630646 an oder mailen mir unter christoph.freitag@financial-planning.de.

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